Wie es damals war...

Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts vom vergangenen Jahrtausend hatte das damals noch junge Gymnasium eine eigene Sandspielgrube und zwar in Rot, wie die Regierung in diesen Jahren.

Geduldig lag er, der Rote Platz von Imst, hingestreckt an der Südseite des Mausoleums meiner Jugendzeit, ließ alles mit sich geschehen. Turnstunden waren selten oberflächlich, sie hatten Tiefgang - Knöcheltief und mehr. Und die Schüler kamen schon während der Turnstunde am Sand daher und nicht erst am Ende der Stunde, wie manchmal heutzutage. Wenn es besonders heiß herging jauchzte - pardon - spritzte der Sand auf, dass die Schüler gar nicht mehr zu sehen waren. Aber der Sand legte sich viel schneller als heute der Saharastaub, und so brauchten wir in unserer Aufsichtspflicht nicht säumig werden.

Mit diesen Fotos wollte sich der Chronist bis ins Bundesministerium für Unterricht und Kunst durchfragen, um in Zukunft den Sand im Getriebe der Schule zu verhindern. Der damalige Herr Bürgermeister der Stadt Imst schickte darauf hin seinem persönlichem Freund Herrn Sektionschef März, zuständig für rote Plätze bei Schulen, eine eilige Depesche und noch im darauffolgenden April wurde die Zusage für eine Generalsanierung des Platzes gemacht. Heute erinnert nur mehr die rote Farbe an die goldenen Zeiten.

Prof. Kastner Hannes
(40 Jahre Sport- und Geschichtelehrer am BRG Imst, seit 1.1.2010 im Ruhestand)