09.10.19

Mit der Deutschlehrerin zu „Die Deutschlehrerin“

Für viele Schüler/innen der 6B des BRG Imst stand mit der Fahrt zu diesem Theaterstück eine Premiere am Programm, nämlich der erste Besuch in den Kammerspielen im neuen Haus der Musik, wo sich aufgrund der Saalbeschaffenheit bei einigen gleich so etwas wie Kinofeeling breitmachte.

Foto: BRG-Imst

  Sehr bald stellte sich aber heraus, dass zurücklehnen und sich berieseln lassen keine Option war.

Die Autorin der Romanvorlage hat es geschickt verstanden, die Lebensgeschichten der Protagonisten und die von diesen „erdachten“ Erzählungen miteinander zu verweben und immer dann, wenn man glaubte, die Geheimnisse der beiden enträtselt zu haben, spannende Wendungen einzubauen.
Bevor Anna N. im Folgenden über diese sehenswerte Aufführung berichtet, sei noch den Eltern gedankt, die uns begleitet und für eine sichere Hin- und Heimfahrt gesorgt haben.

„Am Samstag, den 21.9.2019, besuchten wir gemeinsam mit unserer Deutschlehrerin Frau Professor Magnes im Tiroler Landestheater das Stück „Die Deutschlehrerin“ nach dem Roman von Judith W. Taschler.
Es geht darin um ein ehemaliges Liebespaar, das sich 16 Jahre nach der Trennung vorerst via E-Mail oder Whatsapp und später auch in einer persönlichen Begegnung gemeinsam mit der vergangen Zeit auseinandersetzt. Zur Sprache kommen die Gründe für die Trennung ebenso wie die bald darauf überstürzt geschlossene, kurze Ehe des männlichen Protagonisten Xaver Sand. Auch das Drama um den als Kleinkind spurlos verschwundenen Sohn Xavers nimmt viel Raum in den geführten Dialogen ein. Dabei sparen die beiden nicht mit gegenseitigen Schuldvorwürfen und Verletzungen.
Bis am Ende das Rätsel um das verschwundene Kind aufgelöst wird, erfährt der Zuschauer / die Zuschauerin tiefe Einblicke in das Innerste der beiden Charaktere.
Mich persönlich hat das Stück begeistert. Nach und nach hatte ich das Gefühl, Mathilda und Xaver besser kennenzulernen und der Wahrheit über ihre Beziehung und das Verschwinden des Jungen Jakob immer näher zu kommen. Die Tatsache, dass die Geschichte mit nur zwei Schauspielern auskommt, mindert meiner Ansicht nach nicht die Spannung, die fast das ganze Stück über gegeben war. Dafür ist sicher auch die großartige Leistung der Bühnenkünstler Antje Weiser (Mathilda) und Jan-Hinnerk Arnke (Xaver) verantwortlich. Ihre Mimik, Gestik und ihr Stimmgebrauch haben für mich so echt und authentisch gewirkt, als wäre die Geschichte wahr.“

„Mir hat das Theater sehr gut gefallen. Leider fehlte mir am Anfang die Spannung, doch umso dramatischer wurde es am Ende. Die Schauspieler rissen mich förmlich in ihren Bann und das Spiel zwischen Liebe, Rache und Schuld nahm seinen Lauf.“ [Johanna]
„Mir hat an dem Stück gut gefallen, dass die Darsteller viele verschiedene Facetten von sich gezeigt haben und gut miteinander harmonierten. Außerdem fand ich das Bühnenbild, welches nur aus Stühlen bestand, sehr interessant und außergewöhnlich.“ [Sophie]
„Ich fand das Stück am Anfang nicht sehr spannend und war sogar etwas verwirrt, doch als sie sich wirklich trafen, wurde es immer aufregender. Gegen Ende wurden so viele Fragen geklärt und es war plötzlich alles logisch. Ich persönlich habe mir das Stück ganz anders vorgestellt, mit einer richtigen Schulklasse und mehreren Schauspielern. Doch Antje Weiser und Jan-Hinnerk Arnke haben so ausdrucksvoll und mit so vielen Emotionen gespielt, dass gar nicht mehr Schauspieler benötigt wurden. Mir hat das Stück sehr gut gefallen und ich kann es allen weiterempfehlen.“ [Laura P.]