22.10.18

Ein Abend ganz im Zeichen der Literatur

Die kulturell interessierten Schülerinnen und Schüler der 5 B ließen sich leicht für die Idee begeistern, einmal eine Lesung zu besuchen. Die passende Veranstaltung war im Rahmen des Krimifestes Tirol rasch gefunden und da man extra nach Telfs fahren musste, um das Autorenduo Ursula Poznanski und Arno Strobel live zu erleben, wurde die Gelegenheit beim Schopf gepackt, dort auch die Felix-Mitterer-Ausstellung anzuschauen. Ein ganz herzliches Dankeschön gebührt Frau Mag. Claudia Mark, die die Klasse außerhalb der üblichen Öffnungszeiten mit Felix Mitterers Schaffen vertraut machte. Dank gebührt auch der Büchereileiterin Nadja Fenneberg für die herzliche Aufnahme und last but not least den Eltern, die durch ihre Bereitschaft zum Fahrdienst diesen intensiven Abstecher ins Reich der Dichtung überhaupt erst möglich machten. Wie die 21 TeilnehmerInnen die beiden Programmpunkte erlebt haben, erzählen sie im Anschluss selbst:

© Bilder Rania S. und Ch. Le Bec (Gruppenfoto)

Ein interessanter Abend mit Felix Mitterer

Die 5 B Klasse des BRG Imst fuhr am 16.10.2018 nach Telfs, um sich die Ausstellung von Felix Mitterer anzuschauen. Um 18:30 trafen sich alle vor dem Fasnacht- und Heimatmuseum Telfs und wir gingen zusammen in den oberen Stock, wo die Ausstellung stattfand. Sie wurde dem Tiroler Autor zu seinem 70-sten Geburtstag gewidmet und wird noch bis zum 31. Jänner für Besucher geöffnet sein. Die Führung wurde geleitet von Claudia Mark, die die meisten Artefakte für die Ausstellung gesammelt und sich auch mit der Gestaltung auseinandergesetzt hat. Die Exposition soll das Bühnenbild von einigen von Mitterers berühmtesten oder aber auch skandalösesten Stücken darstellen, wie zum Beispiel „Sibirien“ oder „Munde“. Es gibt auch eine Nachbildung seines Arbeitszimmers mit identischer Schreibmaschine, die anstelle eines Besucherbuches auf dem Schreibtisch steht, sowie Blättern mit Notizen zu seinen Werken, die er beim Schreiben an die Wände zu hängen pflegt. Es werden weiters Jugendfotos, Zeitungsausschnitte, sowie Hassbriefe gegenüber ihm und seinem Werk „Stigma“ gezeigt. Mitterer selbst sieht Telfs als seinen Heimatbezirk, da er dort immer Unterstützung der Gemeinde erhalten hat, auch bei skandalösen Werken, wie eben Stigma. Ebenfalls vorhanden sind Filmaufnahmen seiner Stücke, wie zum Beispiel „Munde“ mit Tobias Moretti. [Kombiniert aus den Berichten von Laura P. und Laura W.]
Die Ausstellungsleiterin erzählte zudem noch, dass Mitterer auch selbst Schauspieler war und das letzte Mal auf der Bühne stand, als er eine Rolle spielte, die er sich schon lange Zeit erhofft hatte. In besagtem Stück spielte er einen Affen.
Die SchülerInnen haben bei der Ausstellung viel Neues erfahren und vermutlich einiges dazugelernt. Mit vielen Fragen haben sie sich auch aktiv an der Führung beteiligt. [Leah]
Insgesamt hat den Schülern die Ausstellung gut gefallen und es war eine gute Vorbereitung, Felix Mitterers Stil kennenzulernen. [Leonie]
Es war eine sehr informative Ausstellung, die die meisten von uns interessiert hat und die wir positiv in Erinnerung behalten werden. [Anna N.]
Die Ausstellung und die Führung waren für die ganze Klasse sehr informativ und interessant. Wir bedanken uns bei der Ausstellungsmacherin für die tolle Führung und bei Frau Professor Magnes für die Organisation. [Anna H.]

„Invisible“ kam bei Lesung gut an

Die zwei Autoren Ursula Poznanski und Arno Strobel haben am 16.10.2018 eine Lesung zu ihrem gemeinsamen Buch „Invisible“ gehalten. Der Thriller kam bei dem zahlreich erschienen Publikum gut an.
Zuerst stellten sich die beiden Schriftsteller vor. Wir erfuhren, dass beide erst spät anfingen zu schreiben. Die Österreicherin war davor Medizinjournalistin und der deutsche Autor IT-Techniker. Als sich die beiden auf einer Buchmesse in Frankfurt kennenlernten, waren sie sich von Anfang an einig, dass sie nie zusammen ein Buch schreiben würden. Nachdem beide ein bisschen zu viel Wein getrunken hatte, kamen sie jedoch auf die Idee einen Thriller [„Fremd“] zu schreiben.
Danach setzte Poznanski die Abendveranstaltung mit dem Vorlesen des Prologs und des ersten Kapitels aus „Invisible“ fort. Im Anschluss daran begann Strobel damit, das zweite Kapitel, das nebenbei von ihm verfasst worden war, vorzulesen. Nach einer Weile stoppte er, da es laut ihm sehr spannend wird.
[Kombiniert aus den Berichten von Jemima und Michael]
Nach der spannenden Lesung stellten die Besucher dem Autorenduo Fragen. Auf die Frage: „Was tun Sie gegen Schreibblockaden?“, die von der Schülerin Livia K. gestellt wurde, antwortete Arno Strobel: „Es gibt keine Schreibblockaden. … Der Bäcker wacht auch nicht um halb drei auf und sagt: „Heute backe ich nicht, denn ich habe eine Backblockade.““ Wer das Buch lesen wollte, konnte es sich kaufen und signieren lassen. Auch für die Verpflegung war reichlich gesorgt. Es gab allerlei Getränke und kleine Burger.
[Kombiniert aus den Berichten von Jana und Jemima]
Es war sehr nervenaufreibend und furchtbar spannend. Die zwei Schriftsteller erzählten uns noch ihre Geschichte, auf humorvolle Weise, und beantworteten die wichtigsten Fragen sehr ausführlich. Im Großen und Ganzen war es für die Meisten von uns eine neue Erfahrung, die sich auf jeden Fall gelohnt hat! [Franziska]