
Mint Projekt der 3a
Dass wir an unserer Schule seit vergangenem Jahr stolz das Prädikat MINT-Schule tragen, ist kein Zufall – wir leben es! Im Februar 2026 startete die 3a ein fächerübergreifendes Projekt, das die graue Theorie direkt in die Praxis holte: Das Programmieren und Bauen von eigenen Robotern. Das Ziel? Schülerinnen und Schüler spielerisch an die Schnittstelle zwischen Hardware und Software heranzuführen. Mit dem Micro:bit im Gepäck ging es darum zu lernen, wie man Aktoren steuert, Sensoren ausliest und aus einzelnen Bauteilen ein funktionierendes System erschafft. Ein besonderer Dank gilt hierbei dem Verein „klasse!forschung“: Realisiert wurde diese Initiative nämlich als Projekt im Rahmen des Tiroler MINT-Schecks, mit dessen Fördergeld die hochwertigen Bausätze überhaupt erst angeschafft werden konnten.
Drei Fächer, ein Ziel: Der interdisziplinäre Countdown
Für das Projekt wurden im zweiten Semester kurzerhand Zeit und Ressourcen von drei Fächern gebündelt. In Digitale Grundbildung (DIGB) wurden zunächst die Hardfacts erarbeitet: Was ist ein Micro:bit überhaupt, wie spricht man seine Sprache und wofür kann man ihn nutzen? Zeitgleich startete in Technik und Design (TeDe) in zwei Gruppen der Zusammenbau. Der Physikunterricht lieferte das nötige Background-Wissen: die Funktionsweise von LEDs, Potentiometern, Photodioden und Infrarotsensoren wurde unter die Lupe genommen und fleißig Vorwiderstände berechnet.
Im Juni war es schließlich so weit: Die Codes waren geschrieben, die Akkus geladen. Siehe da: Und sie fahren doch! Die Erleichterung und die Freude aller Beteiligten, als die Roboter die ersten Runden drehten, waren groß.
Ein Highlight: Chirurgen am Kabelstrang
Es war schön zu sehen, dass unsere Schüler beim Schraubensuchen, Abisolieren und Programmieren gut zusammengearbeitet haben. Die für den Servobot zu präparierenden Kabelchen entpuppten sich als echte Endgegner für einige Fingerkuppen. Statt Frust machte sich jedoch purer Teamgeist breit: wer konnte, half überflüssiges Plastik mit der Präzision eines Chirurgen zu entfernen. Es hat vielleicht etwas länger gedauert, aber dieses gemeinschaftliche Durchhalten war Gold wert!
Kreativität braucht Raum (und Zeit)
Unser limitierender Faktor war – wie so oft – die Zeit. Obwohl vier Lehrpersonen in drei Fächern viel Herzblut investierten, blieben noch viele spannende Ideen ungenutzt. Es hat sich deutlich gezeigt, wie wichtig die „kreativen Fächer“ sind, um Geschick und Vorstellungsfähigkeit zu schulen. Eine einzige Wochenstunde ist für solche Praxisprojekte einfach zu kurz.
Weil die Geräte nun dank der Förderung durch „klasse!forschung“ fest an unserer Schule vorhanden sind, werden wir sie in den kommenden Schuljahren definitiv wieder einsetzen. Die nächste Projekte sind bereits in Planung!





